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To travel is to take a journey into yourself.
 
 

Highschool:)

Wish Week

Wie manche vielleicht schon wissen, bin ich an einer Schule, die nicht so viel oder eher gesagt keinen School Spirit hat. Das war eigentlich eines der Dinge, auf die ich mich am meisten gefreut habe in America, und am Anfang war ich auch ziemlich enttäuscht, da alle anderen meiner Organisation wirklich richtig typische Highschools haben.

Allerdings war vor zwei Wochen die so genannte  Wish Week  und da haben wir wenigstens ein bisschen vom School Spirit mitbekomen. Wish Week ist eine Aktion, die jedes Jahr ein bestimmtes Unternehmen unterstützt und dieses Jahr war es Autism Oklahoma. Es ist wirklich eine tolle Sache, jeder profitiert davon, die Schüler, die Lehrer und das Unternehmen. Wir hatten jeden Tag verkürzte Schulstunden, ein Day Event und ein Night. Das waren zum Beispiel Dodgeball oder Basketball Spiele, Charity Balls oder Movies Night. Jeden Tag war die Schule in der Turnhalle versammelt, es war fast Partystimmung und man hat einfach mit seinen Freunden eine gute Zeit gehabt. Es war nicht immer so interessant, aber immerhin ein bisschen von einem "Teamgefühl" der ganzen Schule.

Jedenfalls wollte ich euch an diesem Beispiel zeigen, dass Erwartungen eigentlich so ziemlich das Schlimmste sind, wenn man ein Auslandsjahr macht. Ich habe immer versucht meine Erwartungen "klein zu halten" und trotzdem wurde ich enttäuscht. Egal wie es ist, durch alles, was man nicht hat, ob es keine Highschool oder leben in einem kleinen Dorf ist,  bekommt man neue Chancen und ganz andere Möglichkeiten und so wird das Austauschjahr trotzdem unglaublich.

Es sind nicht immer die großen Dinge, an die wir uns in 10 Jahren erinnern werden und mittlerweile habe ich auch verstanden, dass meine Schule für mich wahrscheinlich die beste Platzierung war.  

14.11.15 20:29, kommentieren

Schulsystem in den USA

Ich habe mich dazu entschlossen, heute mal über das Schulsystem in den USA zu reden, auch wenn einige das alles vielleicht schon wissen.

 Die Kinder fangen mit der sogenannten "Elementary School" an, die auch schon den Kindergarten beinhaltet. Die "Middle School" beginnt ab der sechsten Klasse, das kann jedoch auch je nach Staat nach variieren. Die eigentliche "Highschool" beginnt erst mit der neunten bis zur zwölften Klasse, diese Stufen heißen Freshmen, Sophomore, Junior und Senior. Es gibt keine verschiedenen Schultypen wie in Deutschland, das heißt Highschools sind Gesamtschulen mit allen Schülern. Das hat vielleicht Vorteile, es gibt zum Beispiel keine "Hierarchie", aber das Niveau ist dementsprechend meistens nicht so hoch. Deshalb gibt es auch für jedes Fach mehrere Klassen und man kann zum Beispiel zwischen French 1,2,3,4,5 oder 6 wählen. Außerdem gibt es noch AP-Classes, das sind Fächer auf Collegeniveau und sie sind wirklich sehr anspruchsvoll.

Ich habe das Glück (oder Unglück), dass ich auf einer sehr guten Schule bin, es ist definitiv nicht leicht und die Schule ist auch eine der Besten im Staat. Deswegen war es auch am Anfang sehr schwer für mich in der Schule mitzukommen, denn sie hat ja schon 3 Wochen bevor ich ankam angefangen, aber  mittlerweile  finde ich mich gut zurecht.

Allerdings legen die Amerikaner, zumindest weiß ich das von sehr vielen Freunden, die überall in den USA verteilt sind,  viel Wert auf Hausaufgaben. So viel wie wir in den drei Wochen, in denen ich jetzt hier bin auf hatten, habe ich wirklich noch nie in einem halben Jahr in Deutschland gemacht. Jeden Tag sind es immer zwischen 1 und 3 Stunden!!! Im Unterricht dagegen machen wir nie so viel, sondern reden meistens nur. Meiner Meinung nach könnte man das ein bisschen besser verteilen, denn so hat man nur am Wochenende Zeit etwas mit Freunden zu machen.

Außerdem gibt es keinen so abwechslungsreichen Stundenplan, man hat entweder jeden Tag die gleichen Fächer oder, wie an meiner Schule, einen A-Day und einen B-Day.

Es gibt auch keine Klassen wie in Deutschland, sondern man hat jedes Fach mit neuen Leuten zusammen, was ich sehr gut finde, denn so lernt man viel mehr Leute kennen.

Eine Schulstunde hat 60 min und man hat immer Doppelstunden, das heißt 120 min ohne Pause und dann nach 5 min wieder in die nächste Stunde. Lunch ist bei mir 40 min aber man kann in den meisten Schulen das Gelände nicht verlassen und muss entweder in der Cafeteria essen oder sich etwas von zuhause mitbringen.

Das waren erstmal so die größten Unterschiede, die mir gerade eingefallen sind 

 

12.9.15 21:04, kommentieren

First day of school!

Vor meinem ersten richtigen Schultag war ich ziemlich aufgeregt, denn obwohl ich die Schule schon kannte, weil wir sie schon besichtigt hatten, hatte ich Angst, dass ich keine guten Fächer wählen kann oder keine Freunde finden würde und alle diese Sachen.

Jedenfalls bin ich dann mit meiner Schwester zu dem Counsellor gegangen(ich habe keine Ahnung wie das geschrieben wird) und habe meine Fächer gewählt. Ich habe zwei Deutsch Klassen, Spanisch, Französisch, Englisch und AP Government und AP US History. Leider musste ich auch Mathe nehmen Dann habe ich noch so Sachen wie meine Student ID und meinen Spind bekommen und dann ging es auch schon los in meine erste Klasse.

Es wird wahrscheinlich für jeden Austauschschüler in den ersten Wochen so sein, alle schauen einen an, weil man ja der oder die Neue ist, alle sagen einem auf dem Gang Hallo oder alle stellen einem gute bis wirklich komische Fragen über Deutschland. So ging es auch mir, und das obwohl es an unserer Schule bereits 4 Austauschschüler gibt, zwei aus Deutschland und zwei aus Frankreich.

Alle Leute waren total nett und haben mir geholfen, aber es war definitiv nicht so wie in vielen Filmen, dass man sofort eine beste Freundin hat. Ich kannte natürlich noch niemanden und deshalb habe ich Lunch mit einigen Leuten aus meinem letzten Kurs gegessen. Als ich dann jedoch wieder zuhause war, habe ich mich gefragt ob ich überhaupt irgendwann Freunde finde und ich kann euch versichern, mit jedem Tag lernt ihr mehr Leute kennen und nach einer gewissen Zeit habt ihr dann schon einige gute Freunde und sehr viele bekannte.

Alles in allem ist der Tag ganz gut gelaufen, ich habe mich nicht blamiert und wurde vor allem im Volleyballteam angenommen, wo ich sehr schnell Freunde gefunden habe und jetzt 4 mal die Woche Training plus Spiele habe. Freut euch auf euren ersten Schultag aber habt nicht zu viele Erwartungen, dann kann es nur gut werden 

12.9.15 19:39, kommentieren